Über dieses Buch
Im Rahmen von medialen Darstellungen werden dichotome geschlechtliche Zuschreibungen wie ‚Natur vs. Kultur‘, ‚Emotionalität vs. Rationalität‘ oder ‚Macht vs. Ohnmacht‘ in technischen Kontexten einerseits reproduziert, anderseits jedoch (potenziell) auch unterlaufen, was Gelegenheiten zu ihrer kulturellen Neuverhandlung bietet. Vor diesem Hintergrund wird der folgende Beitrag mit einem Blick auf die Filmgeschichte und die Projektion von Gender-Merkmalen auf Technologie innerhalb von KI- und Robotererzählungen beginnen und diese Tendenzen bezüglich typischer narrativer Muster systematisieren. In einem zweiten Schritt werden exemplarisch die beiden neueren filmischen Beispiele Her (USA, 2013, Spike Jonze) und Ex Machina (GB, 2015, Alex Garland) vertieft betrachtet. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Frage, inwieweit sich im neueren KI-Film mentalitätsgeschichtliche Veränderungen gegenüber der Filmgeschichte abzeichnen.

