Women Matter. Daher konzentriert sich dieses Buch auf die Wahrnehmungen von Reproduktion in England während des 17. Jahrhunderts – einer Epoche, in der sich der Einfluss auf Wissen und Praxis rund um Schwangerschaft und Geburt von weiblich dominierten zu männlich dominierten Bereichen verlagerte. Während zahlreiche Studien den männlich geprägten medizinischen Diskurs untersucht haben, verfolgt diese Arbeit das Ziel, die wissenschaftlichen Texte männlicher Autoren mit den persönlichen Aufzeichnungen weiblicher Autorinnen derselben Zeit zu verbinden, um das sozialhistorische Verständnis von Reproduktion zu erweitern. Aus der Perspektive feministischer Literaturkritik und mithilfe der interpretativen phänomenologischen Analyse (IPA) werden die Texte innerhalb von drei unterschiedlichen Dimensionen betrachtet und in den größeren Kontext der bestehenden Forschung eingeordnet. Dieses Buch vertritt die These, dass ein nuanciertes Verständnis der hochgradig geschlechtsspezifischen und komplexen Themen Schwangerschaft und Geburt – sowohl auf Makro- als auch auf Mikroebene – nur durch Polyvokalität erreicht werden kann.
Review-Documentation
Double Peer Review (Full Text, Pre-publication) + Scientific Board Selection